Mittwoch, August 1

Rezension: Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher

Allgemeine Infos

Quelle: randomhouse.de/cbt

Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Originaltitel: Thirteen Reasons Why
Autor: Jay Asher
Genre: Young Adult
Verlag: cbt
Erschienen: März '09
Seitenanzahl [HC] : 288 Seiten
ISBN: 9783570160206
Preis: 14,95€
Ein Einteiler.

Hier findet ihr den Klappentext.





Cover

Auch wenn das deutsche Cover im Gegensatz zum englischen nicht gerade Mädchen anspricht, so hat es mich damals als ich mir das Buch als Preisbuch bestellt habe doch sehr angesprochen, denn solche Gegensätze wie bei diesem Cover, gibt es nciht auf vielen Büchern. Ich meine grün-rot?

Auch zur Geschichte passt es echt gut, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die 13 Striche in Blau und Nagellackoptik wären, da Hannah ihre Kassetten mit blauen Nagellack beschriftet. Auch diese schwarzen Schattierungen oben sind Klasse, aber erst dieses knallrot macht einen wirklich aufmerksam auf dieses Buch.
Naja, das englische Cover ist schon ganz hübsch (hier!) aber meiner Meinung zu allgemein, nichtsaussagend und viel zu gewöhnlich, besonders fällt es unter anderen Covern kaum auf.
Klar es gibt nicht auf jedem Cover Holzbalken, aber diese passen, meiner Meinung überhaupt nicht zu dem Rest des Covers.
Das einzige was mir bei diesem Cover zuspricht und zum Buch passt, sind die Schaukeln bzw. der Spielplatz.

Inhalt

Erster Satz: »Sir?«, wiederholte sie. »Wann soll das Paket ankommen?«

Als Clay eines Tages nach Hause kommt, findet er vor seiner Tür ein Päckchen, dass an ihn adressiert ist. Darin befinden sich 7 Kassetten und auf diesen Kassetten hört man Hannah Stimmen.
Hannah Baker.
Die Hannah Baker, die sich das Leben genommen hatte.
Und jeder der die Kassetten bekommt, ist ein Grund für ihren Tod, doch was hat Clay damit zu tun?
Er weiß es nicht
Aber er kann sich auch nicht von ihrer Stimme lösen, und wenn er die Kassetten danach nicht an den nächsten schickt, kommen sie an die Öffentlichkeit, dafür hatte Hannah noch gesorgt.
Jetzt will er nur noch raus finden, was er damit zu tun hat, wieso er Mitschuld hat an Hannahs Tod.



Meinung

Also den Schreibstil kann ich nur loben, denn ich stelle mir vor, dass ein Junge in dieser Situation genau so denkt. Einfach, aber nicht einseitig. Man kann das Buch sehr flüssig lesen und es gibt keine einzige Stelle, an der man verwirrt nochmal ein Stück zurückblättert und nochmal von vorne lesen muss, weil man was nicht verstanden hat, denn die Handlung ist auch relativ simpel, und wird nicht ausgeschmückt, was auf gar keinen Fall negativ ist, da es aus der Sicht eines normalen Jungen nicht anders sein sollte.

Gefallen haben mir auch noch die Abschnitte, mit den wenigen wissenschaftlichen Fakten, die die Aussagen, was die Symptome von Selbstmordgefährdeten sind.
Jedoch war ich von Anfang an erstaunt, dass jemand wie Clay, der total liebenswert ist und mit allen
gut klar kommt, dieses Päckchen erhält, ausgerechnet er. In der Mitte des Buches war ich mir dann doch unsicher über seine Unschuld, da er oft fand, dass Hannah sich ungerecht gegenüber jemanden verhalten hat, wo ich dachte: Das ist total gerechtfertigt..
Und zu oft, dachte er darüber nach wann er drankommt, und was er getan hatte, bei den meisten andere war es wahrscheinlich viel klarer, wieso sie in den Kassetten vorkommen, aber spätestens als Tony Clay darauf anspricht, ist es sicher, dass Clay nichts allzu schlimmes verbrochen hat, und dann wurde mir auch endgültig klar, dass Clay wirklich so nett ist, und das mich mein erster Eindruck nicht getäuscht hat.
Jedoch wurde ich so oft enttäuscht, als er schlecht über Hannah dachte, denn sie war genau genommen ein normales Mädchen, als sie in diese Stadt zog, und hat einfach den falschen Jungen kennengelernt, der dann alles ins Rollen brachte, und ihr Leben wortwörtlich zerstörte. Hannah tat nie etwas falsches, sie schien wirklich immer nett, aber die Gerüchte über sie, ließen sie immer total negativ wirken, weshalb ich Clay's Meinung, besser gesagt seine Angst, über sie fast Verstand. Jedoch nicht komplett nachvollziehen konnte. Was ich jedoch nachvollziehen konnte, war der Zorn auf jeden einzelnen, der auf diesen Kassetten war.
Aber manche Stellen haben mich auch beim zweiten Mal lesen immernoch aus der Bahn geworfen, denn sie waren unglaublich und bei jeder Person dachte ich, du hast es echt verdient, hier erwähnt zu werden, denn du hast wirklich Schuld, natürlich sollte ich nicht darüber urteilen, aber manche Teile der Geschichte waren echt furchtbar und die Personen sollten sich zurecht schuldig fühlen.
Trotzdem bin ich froh über das "Happy End", denn sonst wäre das Buch fast nur auf negativen Gefühlen auf, und dieser Hoffnungsschimmer am Ende reist es wirklich noch raus.

Fazit

Als ich mir dieses Buch in der neunten Klasse als Preisbuch ausgesucht habe, habe ich das gezielt getan und war mir ziemlich sicher damit, und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, denn das Buch hat mir beeindruckt und mir auch eine andere Seite gezeigt, und zwar nicht die rosige Seite. Hannahs Geschichte hat mich oft zu Tränen gerührt, auch beim zweiten Lesen.

Jedesmal hat mich das Buch gefesselt und ich wollte es wirklich am Stück durchlesen, dies habe ich zwar nicht ganz geschafft, aber dennoch ging es recht flott.
Jedoch hat mir doch etwas gefehlt, ein kurzen Einblick in die Reaktionen der anderen Mitschuldigen, man hat von ihnen selbst kaum etwas mitbekommen, was ich sehr schade fand.
Besonders toll fand ich diese ► ▌▌ ■ Zeichen, während des Lesens, denn oft konnte ich nicht erwarten, dass zu Lesen was Hannah sagte, und immer wenn ich ihre Abschnitte las, hörte ich die Stimme genau in meinem Kopf.
Ich würde das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die etwas suchen, dass ihnen Gänsehaut bereitet, und doch nach Romantik lechzen, für Teenager und Erwachsene, einfach für jeden die sich mit dem Thema Selbstmord auseinander setzen wollen, und mögliche Gründe dafür erfahren wollen.

Und auch beim zweiten Mal wird das Buch auf keinen Fall langweilig.




Abschlusszitat

Clay, mein Lieber, dein Name gehört nicht auf diese Liste.[…]
Du gehörst nicht so dazu wie die andern. Es ist wie in dem Lied: Eins von den Dingen ist nicht wie die anderen. Eins von den Dingen gehört nicht dazu.
Und das bist du, Clay. Trotzdem musst du dabei sein, wenn ich meine Geschichte erzähle. Sonst ist sie nicht vollständig.
Tote Mädchen lügen nicht (S.197 f.)

Kommentare:

  1. Schöne Rezi!
    Das buch möchte ich auch noch lesen. Steht auf meiner Liste :)

    LG
    Lilly

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    1. Dankesehr ;)

      Kann ich nur empfehlen :)

      Grüße Nata.

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  2. Hey,

    ich möchte dir gerne einen Award verleihen :)
    http://my-magic-and-mystic-life.blogspot.de/2012/08/juuuhuuu-mein-4-award.html

    Liebe Grüße :)

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    1. Oh gott, dankeschön :)) Freue mich sehr darüber ;)

      ♥-liche Grüße.

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