Montag, Oktober 22

Rezension: Spiel des Lebens - Veit Etzold


Quelle: Egmont-Ink.de
Titel: Spiel des Lebens
Autor: Veit Etzold
Genre: Jugendthriller
Verlag: Egmont Ink
Erschienen: September '12
Seitenanzahl [Broschiert] : 349 Seiten
ISBN: 9783863960482
Preis: 14,99 €

Hier findet ihr die Leseprobe.






Cover

Wie schon bei Grischa, kann ich hier nur sagen, dass ich das Cover liebe, zum einen ist ein Tunnel zu sehen, der schon total interessant wirkt. Zum anderen finde ich die Blau- und Tintentöne wunderschön, die wie bei Grische verwendet wurden.  Auf der Innenseite des Buches sieht man zudem noch die wundervolle Skyline von London, die auch aussieht, als sei sie mit Tinte gemalt worden. Diese verwischte Tinte macht das Cover einfach zu etwas ganz besonderem und lässt es geheimnisvoll wirken.

Inhalt

Erster Satz: "Das schwarze Auto bewegt sich in etwas fünfzig Meter Entfernung hinter dem Jungen her."
Zum ersten Mal ist Emily auf sich alleine gestellt und wird nicht mehr von ihren Eltern kontrolliert. Doch schon die ersten Tage auf der Uni entpuppen sich als Alptraum. Denn Emily's Ängste nehmen mehr und mehr Besitz von ihr. Jemand will mit ihr spielen, und zwar das Spiel des Lebens. Emily versteht nicht wieso es gerade sie trifft und was mit ihr passiert, doch sie weiß, dass die Sorge ihrer Eltern nicht umsonst ist. Aber sie merkt auch, dass sie sich nicht weiter verstecken kann, sondern sich ihren Ängsten und auch ihrer Vergangenheit stellen muss, um zu gewinnen, wenn dies den möglich ist...

Meinung

Der Schreibstil des Autoren ist sehr vielseitig, denn von Anfang an hat man eine Million Fragen, die man beantwortet haben will. Dazu kommt die Spannung, die fast durchgängig im Buch vorhanden ist. Trotzdem muss ich sagen, dass es mich nicht so gefesselt hat, dass ich mich nicht losreißen konnte.

Doch Emily ist ein Charakter, der zum größten Teil nichts besonderes an sich hat, und mir somit nicht unbedingt lange im Gedächtnis verweilen wird. Sie hatte in ihrer Vergangenheit einfach etwas Pech, was ihrer Eltern verursachten. Jedoch ist es echt erfrischend, mal ein Buch zu lesen, in dem die Protagonistin nicht besonders toll oder besonders mutig ist, trotzdem konnte ich mich mit ihr nicht identifizieren.
Bewundert habe ich sie in ihren starken Momenten, als sie trotz allem die Fotos und Drohungen
angesehen hat, denn dies hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, vor allem wenn man so viel in sich aufgestaut hat. Zudem könnte ich im Gegensatz zu ihr auch nicht damit leben, dass jemand wegen mir sterben musste.
Und auch ihre Nebencharaktere waren "normale" Studenten und oft etwas durchsichtig. Zudem sind ihre Charaktere manchmal etwas nervend  bzw. unhöfflich, denn man lässt ein Mädchen nachts einfach nicht alleine nach Hause gehen.
Dem anderen Protagonisten, bei dem man erst am Ende erfährt um wenn es sich handelt, merkt man jedoch sofort seine psychische Störung an und ich hatte auch wirklich Angst vor ihm.
Aber auch viele andere Stellen haben bei mir von Anfang an Gänsehaut verursacht oder mich geschockt haben und das war etwas das mich positiv überrascht hat. Wer hätte den keine Angst, bei der Vorstellung, dass jemand in dein Zimmer einsteigt..
Oder wie reagiert ihr, wenn ihr eine Drohung bekommt, die auf Scherben im Mund einer Leiche liegt? Einfach krass.
Was auch "krass" ist, sind die Flash-Trading-Millionäre, denn ich habe nicht zum ersten Mal von ihnen gehört und ich bin immer noch überrascht, mit was man viel Geld verdienen kann.
Und nicht nur einmal habe ich mich gefragt: Wie zum Teufel kommt man auf solche Rätsel?
Am Ende musste ich aber noch den Kopf schütteln, denn Emily wird leichtsinnig und vertraut viel zu sehr auf die Polizei, was ihr auch zum Verhängnis wird. Denn der Mörder hat noch ein Spiel im Ärmel, dass für Emily nicht so glimpflich ausgehen soll.
Was ich an diesem Ende toll fand, war die Überschlagung der Ergebnisse, denn darauf habe ich das ganze Buch über gewartet.

Fazit

Dieses Buch war definitiv ein Wunschbuch, auf das ich einige Zeit gewartet habe, denn schließlich
habe ich nicht viele Thriller auf der Wunschliste.
Das Buch ließ sich wirklich flüssig lesen, war aber nicht so mitreisend, dass ich es an einem Stück lesen musste.
Nun bin ich gespannt ob es einen Folgeband gibt, denn das Ende ist ziemlich offen und man sollte meinen es sei noch nicht vorbei.
Zudem muss ich aber gestehen, dass ich von diesem Buch ein wenig mehr erwartet habe: ein wenig zukunftsbezogener und ein wenig moderner. Ich hatte nämlich von Anfang an einige Erwartungen an das Buch, die nur bedingt erfühlt wurden.
Jedoch war genug Brutalität und Spannung vorhanden, wie es sich für einen Thriller gehört, außerdem flossen auch ein paar neue, interessante Ideen in das Buch, doch diese Ideen verursachen in mir auch den Gedanken: In solchen Kreisen will ich niemals leben, was ist da schon echt? Aber da sollte sich wohl jeder seine eigene Meinung bilden.
Ob ist das Buch empfehlen kann? Aber sicher, jedoch sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen herangehen, es ist jedoch ein sehr gutes Buch für zwischendurch, dass für ein wenig Spannung sorgt und auch Gänsehaut verursachen kann.

Dank & Abschlusszitat

Und jetzt konnte sie einfach nicht mehr. Wollte sich hinsetzten und warten, bis er kam und es tat, was er tun wollte.
Es zu Ende bringen.
Und dann Ruhe zu haben.
Für immer.
Aber natürlich tat sie das nicht.
Spiel des Lebens (S.318)

Und zum Schluss möchte ich Egmont INK für das Rezensionsexemplar danken, denn ich hatte ein paar spannende Lesestunden mit dem Buch.
Quelle: Egmont-ink.de

Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Hätte mir das Buch auch fast gekauft, wollte aber dann doch vorher noch ein paar Rezis lesen :)
    Finde das Gif zur Danksagung an INK echt schön. Selbst gemacht? :)

    Liebe Grüße,
    Hasi

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  2. Heei du ;)

    vielen Dank dir :)

    Ne, dass ist von der Ink-Homepage ;) fand ich auch echt toll.

    Liebste Grüße Natalie.

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