Dienstag, Juli 16

Rezension: Timeless_Schatten der Vergangenheit - Alexandra Monir

Quelle: randomhouse.de/heyne
Titel: Timeless - Schatten der Vergangenheit
Originaltitel: Timekeeper
Genre: YA/ Fantasy
Verlag: Heyne^^
Erschienen: Juni '13
Seitenanzahl [HC] : 304 Seiten
ISBN: 9783453267596
Preis: 14,99€
Der zweite und letzte Teil der Dilogie

Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.

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Erster Eindruck

Michele.
Den um den Willen der Protagonistin Michele habe ich mich gefreut den zweiten Teil zu lesen, auch wenn mich der erste Teil nicht ganz überzeugen konnte.

Inhalt

Erster Satz: "Die Zeit mag über die meisten Menschen gebieten, aber über deinen Körper und deine Seele hat sie keine Macht."

Nachdem Michele den Schlüssel ihres Vaters gefunden hat und mit ihm durch die Zeit gereist ist, hat sie vieles über ihre Familie, die ihr so lange vorenthalten wurde, herausgefunden.
Aber Michele weiß nicht, dass sie beobachtet wurde und es auch unter den Zeitreisenden Regeln gibt, die zu beachten sind. Trotz der Regeln und der Zeitgesellschaft will Michele aber noch mehr über ihre Familie und über ihren Vater herausfinden. Aber auch Philipp, den sie 100 Jahre vor ihrer Zeit kennengelernt hat, kann sie einfach nicht vergessen.

Meinung

Wie auch im letzten Teil fand ich sehr leicht in den zweiten Teil der Dilogie, denn die Autorin hat auch hier einen leichten und flüssigen Schreibstil den Vorzug gegeben und somit einen angenehm zu lesenden jugendlichen Schreibstil geschaffen. Trotzdem verspürte ich in diesem Teil eine leichte Steigerung was den Schreibstil aber auch die Spannung angeht.
Denn sie baute nicht nur Auszüge aus anderen Dokumenten mit ein, die einem die Welt der Zeitreisenden veranschaulichten, sondern gab den Lesern einige neue Rätsel und neue Fäden, die sie nur langsam zusammen gesponnen hat.
Aber auch was die Beschreibungen im Buch angeht hat die Autorin drauf gelegt, vor allem bei Beschreibungen, die sich nicht um die Architektur drehen. Denn auch wenn ich Architektur liebe und gerne darüber lese, um mir Anregungen zu holen, war ich froh, dass Alexandra Monir nun ihren Schwerpunkt nun auf die Handlung legte, aber die Architektur immer noch als wichtigen Bestandteil beibehielt.
Aufgefallen ist mir außerdem die Intertextualität, die hin und wieder von der Autorin aufgegriffen wurde. Vor allem hat mir der Vergleich zu Tony und Maria, aus der West Side Story, am Balkongeländer, besonders gefallen.
Aber auch ansonsten fand ich die Geschichte um einiges gefühlvoller, wobei man so oft Traum und Realität nicht unterscheiden konnte, aber auch dies hat mir sehr zugesagt, da es in wenigen Momenten sehr real angefühlt hat. Dennoch, trotz vielen Verbesserungen war die Geschichte rund um die Zeitreisenden und Michele noch ausbauungsfähiger, den z.B. bei der Protagonistin Michele hätte ich mir eine Steigerung und Entwicklung gewünscht, auf die ich vergeblich gewartet habe. Denn auch dieses Mal habe ich Michele vom Charakter her einfach als zu jung für Liebe, Abenteuer und Geschichte empfunden. Leider verschwanden zwei Charaktere, die zu Beginn eine so wichtige Rolle für Michele gespielt haben, komplett aus der Geschichte.
Dafür war das Ende in sich geschlossen und man erwartet als Leser keine Fortsetzung, wie es bei vielen anderen Young-Adult-Büchern der Fall ist. Aber es ist auch erwähnenswert, dass das Ende ein wenig märchenhaft ist und ein wenig an ein Kinderbuch erinnert, aber dennoch akzeptabel ist.

Fazit

Trotz meiner Kritik an dem ersten Teil war ich von der zweiten Hälfte der Geschichte nicht abgeneigt. Umso
mehr habe ich mich gefreut, dass sich der zweite Teil genauso flüssig lesen ließ, wie es schon beim ersten Teil der Fall war. Und es ging positiv weiter, denn anstatt nur alte Fäden aufzunehmen, versuchte die Autorin mit neuen Fäden und neuen Ideen, wie Auszügen aus Dokumenten, frischen Wind in die Geschichte zu bringen. Aber während die Autorin den Schwerpunkt auf Geschichte, Schreibstil und neue Ideen legte, kamen die Entwicklung der Protagonistin und einige Charaktere zu kurz.
So schafft es die Autorin zwar neue Spannung aufzubauen und sie aufrecht zu erhalten und dabei ein wenig mehr Gefühl rein zubringen, aber immer noch nicht meinen Anforderungen gerecht zu werden.
Zusammengefasst gelingt es der Autorin mit ihren Ideen einige Kritikpunkte des Vorgängers zu beseitigen und dem Leser neue Ansätze zu geben, weshalb sich das Lesen der Fortsetzung auf jeden Fall lohnt. Aber ihr fehlt noch das gewissen Etwas um aus ihrer Zeitreisegeschichte eine Besonderheit, die man nicht vergisst zu machen, weshalb ich dieses Buch, auch wegen seinem leichten Schreibstil, gerade an die jüngeren Leser empfehlen kann.


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