Montag, September 30

Rezension: Zerstöre mich - Tahereh Mafi

Originaltitel: Destroy Me
Autor: Tahereh Mafi
Genre: YA/ Dystopie
Verlag: Goldmann
Erschienen: Aug '13
Seitenanzahl [E-Book] : ca. 100 Seiten
ISBN: 9783641119102
Preis: 1,99€
Teil 1.5

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Hier findet ihr den Klappentext.


"Ich wurde angeschossen." (Erster Satz)
Warner ist noch immer tief erschüttert, dass Juliette ihn angeschossen hat. Zu allem Überfluss kommt auch noch sein Vater zu Besuch, was Warner nicht gerade glücklicher stimmt. Aber er kann gerade sowieso nur an eins denken: und zwar wie er Juliette finden kann, die seit jenem Tag, an dem sie ihn angeschossen hat, mit Adam verschwunden ist. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob er sich auch für Juliette entscheidet, wenn sein Vater ihn vor die Wahl stellt?

Erster Eindruck

Einzigartigkeit.Das ist mir bei dem letzten Buch aufgefallen, denn Tahereh Mafi hat so einen unglaublich besonderen Schreibstil, der auch bei der Übersetzung nicht verloren geht. Deshalb wollte ich auf keinen Fall diesen Zwischenteil verpassen und ich kann sagen, dass es sich gelohnt hat.


Meinung

Zu Beginn fällt gleich auf, dass Frau Mafi in diesem Band nicht mehr aus Juliette's Sicht schreibt. Zuerst war ich ziemlich überrascht, dass das Buch aus Warners Sicht spielt, aber nun verstehe ich die Wahl der Autorin, den dieser Zwischenband zeigt eine ganz andere, neue Seite von Warner.

Außerdem ging es mir hier nicht so, wie in vielen anderen Jugenbüchern, in denen sich der
Schreibstil nicht ändert, auch wenn der Protagonist es tut. Die Autorin hat nämlich einen so außergewöhnlichen Schreibstil, dass dieser sich sogar auf die Übersetzung auswirkt. Zudem passt der Schreibstil super zu Warner und seinem Sauberkeits- und Ordnungszwang. Vor allem denke ich aber, dass die Autorin mit Absicht so speziell schreibt, denn so erkennt man am besten, dass die Protagonistin psychisch labil sind, damit aber auch gleich viel interessanter wirken.
Warner ist in dieser Klasse noch spezieller als Juliette, denn in seiner Gefühlswelt dominieren vor allem Wut und Eifersucht, andere Gefühle scheint er kaum zu kennen. Man lernt ihn aber auch noch von einer ganz anderen Seite kennen, die das Gesamtbild von ihm in ein anderes Licht rückt.
Aber man bekommt nicht nur von Warner ein besser Gesamtbild, sondern lernt auch Juliette besser kennen. Man wird in diesem Teil an ihre Wirkung auf andere Personen, vor allem auf Warner erinnert und erfährt noch einiges mehr, unter anderem, wie nah sie sich doch sind.
Ein weiterer Pluspunkt für das Buch ist, dass die Autorin es geschafft hat so viele Gefühle in sehr wenige Seiten zu packen, So schaffte sie es auch mich auf den Folgeband einzustimmen und in mir das Gefühl auszulösen den nächsten Band unbedingt lesen zu müssen.

Fazit

Wer sich schon bei "Ich fürchte mich nicht" mit dem Schreibstil und den Charakteren anfreunden konnte, sollte diesen Teil nicht verpassen. Denn sowohl den besonderen - wenn auch etwas veränderten Schreibstil -, als auch die Einzigartigkeit der Charaktere werden von der Autorin beibehalten.
Vor allem über die Charaktere Juliette und Warner lernt man hier noch einiges. Das ist natürlich noch nicht alles, so füttert uns die Autorin nicht nur mit neuem Wissen über die Protagonisten, sondern sorgt mit dem Ende auch dafür, dass man den Folgeband auf keinen Fall verpassen will.
So erhält man hier eine gute Mischung aus allem, was eine Kurzgeschichte benötigt. Es mangelt hier zwar etwas an der Handlung, aber die Autorin wollte die Handlung hier auch gar nicht näher ausführen, sondern uns die Charaktere - auch den einen oder anderen, auf den man sich nicht einlassen wollte - näher bringen und uns auf den Folgeband vor bereiten, was sie wahrlich geschafft hat.

Kommentare:

  1. Eine tolle Rezension, bisher war ich noch unschlüssig, da aber der neue Band ebenfalls erschienen ist, werde ich diese Kurzgeschichte doch noch lesen. Dieser neue Trend, Kurzgeschichten zu Reihen zu veröffentlichen, ist ja seit einiger Zeit im Umlauf, wobei einige mehr oder weniger gelungen sind als andere. Hierzu hatte ich auch eine "Frage des Monats" auf meinem Blog, da mich "Katz und Maus" von Simon Beckett leider bisher weniger überzeugen konnte, obwohl ich die David-Hunter Reihe sehr gerne lese.

    Liebe Grüße,
    Patricia

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    1. Danke dir :) Es lohnt sich wirklich, vor allem da sie so viel erklären und einiges deutlicher machen :)

      Grüße Natalie.

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  2. Ach Warner ist so ein toller Charakter, ich könnte Stunden über ihn schwärmen *-*
    Ich fand es ein bisschen schade, dass es nur noch wenig durchgestrichene Sätze waren, aber Warner ist halt nicht Juliette.

    Liebe Grüße!

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    1. So :D Naja so weit vorne steht er bei mir noch nicht ^^
      Stimmt, die durchgestrichenen Sätze waren sehr! originell :)

      Grüße Natalie.

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