Donnerstag, Januar 23

Rezension: Alice im Zombieland - Gena Showalter

Originaltitel: Alice in Zombieland
Genre: Fantasy
Verlag: Darkiss
Erschienen: Dezember '13
Seitenanzahl [HC] : 416
ISBN: 9783862789863
Preis: 14,99€
Der erste Teil einer Serie.

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Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.

Quelle: bloggdeinbuch.de
"Hätte mir jemand gesagt, dass sich mein gesamtes Leben von einem Herzschlag zum nächsten völlig umkehren würde, ich hätte denjenigen ausgelacht." (Erster Satz)
Alice durfte nie ein normales Leben führen, denn ihr Vater sah Monster, was für Alice einfach verrückt und unvorstellbar klang. Das hieß im Klartext für Alice, dass sie nie nach Einbruch der Nacht aus dem Haus durfte, also keine Pyjama-Partys und keine Dates.
Aber an ihrem Geburtstag wünscht sie sich so sehr den Tanzauftritt ihrer kleinen Schwester sehen zu dürfen, dass sie es mit viel Überzeugungskraft schafft ihre Eltern zu dieser Vorführung zu überreden, aber dies hat verheerende Folgen, denn auf dem Rückweg bauen sie einen Unfall und als Alice zu sich kommt, weiden die Monster gerade ihren Vater aus.
Sie kommt als einzige lebend davon und ihr Leben ändert sich drastisch, aber die Monster bleiben. Und Ali will sich rächen.

Erster Eindruck

Zombies.Ich mag ja eigentlich keine Zombies, denn das sind die einzigen Fantasywesen, die mir nicht ganz geheuer sind, dennoch bin ich nicht an dem Buch vorbeigekommen. Vor allem da ich in letzter Zeit einige Märchenadaptionen gelesen habe und keine davon mich überzeugen konnte. Und obwohl es in Wirklichkeit keine Märchenadaption ist, hat diese Geschichte mich wirklich überzeugt.

Meinung

Als ich mit dem Buch angefangen hatte, hatte ich wirklich Angst - wenn nicht Panik, davor, was passieren wird, denn man ahnt sehr schnell, dass draußen etwas böses lauert und Alice mit ihren Entscheidungen geradezu eine Katastrophe provoziert. Und so kommt es schließlich auch. Alice Eltern und auch ihre geliebte Schwester sterben und Alice muss ein neues Leben beginnen. Und hier fängt man an Alice und auch ihre durch den Unfall neu gewonnene Freundin besser kennenzulernen und ab diesem Zeitpunkt fängt die Geschichte auch erst richtig an.

Und dennoch liest sich das Buch schon von der ersten Seite relativ flüssig, wobei die Passagen gegen Spannung an, weshalb mich das Buch sehr schnell gepackt hat, zumindest nach dem ich meinen Graul gegen Fleisch- bzw. Seelenfressende Monster abgelegt hatte.
Mitte des Buches immer schneller verstreichen. Parallel dazu steigt auch die
Unerwarteterweise hatte die Geschichte erstaunlich wenig mit dem Original zu tun und zeigte nur wenige Züge auf, die "Alice im Wunderland" entsprungen sind. Und obwohl man zunächst vermuten könnte, das Thema Zombies ist so lange ausgelutscht und die Autorin bedient sich an vielen schon dagewesenen Aspekten, hat die Autorin unglaubliche viele neue und vor allem durchdachte Ideen in Bezug auf das Thema Zombie - wie die Ebene der Seele - eingebaut. Vor allem der Ausmaß der Ironie, den ich so nicht erwartet habe, überraschte mich vollkommen, wirkte aber auch recht erfrischend.
Das ist vor allem der Protagonistin Alice "Ali" zu verdanken, denn sie ist nicht nur ein sehr authentischer Charakter, sondern hat auch viele Fehler, die sie einmalig machen, so dass man sich zum einen gut identifizieren kann. Sie wächst auch ständig aus sich heraus und lernt auch Fehlern und Erfahrungen (hier müssen sich noch viele Menschen ein Vorbild nehmen), so dass man alle paar Seiten neue Facetten ihres Charakters kennenlernen durfte, eine besonders tolle Eigenschaft ist ihre Willensstärke und ihr Gefühl, von dem sie sehr viel an den Tag legt.

Auch Kat, Alice neue beste Freundin, ist ein wundervoller Charakter, denn sie hat Power und Biss,
wie ihn
wenige Charaktere, sowohl in Büchern, als auch in der realen Welt haben. Außerdem ist auch ihr Selbstbewusstsein etwas auf das sie stolz sein kann und auch wenn sie manchmal echt fies scheint, ist sie eine umso bessere Freundin. Auch die anderen Charaktere legen ihre - zunächst unsympatischen - Panzer schnell ab und zeigen ebenfalls viel Tiefe.
Aber vor allem Ali und Kat, die ich - ehrlich - zu gerne persönlich kennen würde, sprühen gerade zu vor Emotionen und versorgen auch das ganze Buch damit, so dass man mit ihnen lachen und weinen kann und zwar ohne dass es theatralisch wird. Und obwohl es eine Menge Emotionen gab, verloren einige besondere Momente dennoch nicht ihre Wirkung, da das Buch, wie ich finde, zu keinem Zeitpunkt überladen wirkte.
Diese positive Auffassung des Buches verblieb bis zum - runden aber fiesen - Ende und dennoch konnte es mich definitiv für sich gewinnen. 

Fazit

Nach einer kurzen Überwindung meiner Angst, hat mich das Buch mich von den ersten Seiten bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Aber das hat die Autorin nicht, wie bei so vielen anderen Büchern, durch Spannung und einen flüssigen Schreibstil geschafft, viel mehr faszinierte mich die vorherrschende Atmosphäre, die mich - da ich etwas ganz anderes erwartet hatte - total überrascht hat.
Auch die Protagonistin und ihre Freundin Kat, die vor Emotionen und Überraschungen nur sprudeln, trugen dazu bei, dass ich die Geschichte genießen und lieben lernen konnte.
Deshalb kann ich das Buch sowohl an Zombiefans, als auch an zartbeseitete Menschen empfehlen, die aber vor etwas Gewalt nicht zurückschrecken würden.



Kommentare:

  1. Huhu,

    es freut mich sehr, dass es dir auch so gut gefallen hat =)

    LG
    Anja

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    1. Huhu :)

      Ja es war wirklich toll ;)

      Grüße Natalie.

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