Dienstag, Juli 22

Rezension: Deadline 24 - Annette John

Autor: Annette John
Genre: Dystopie
Verlag: Beltz&Gelberg
Erschienen: Jan '11
Seitenanzahl [HC] : 376 Seiten
ISBN: 9783407810816
Preis: 16,95€
Ein Einteiler.

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Hier findet ihr den Klappentext.
Und hier gibt es die Leseprobe.


"Über der Kuppel vibrierte der Himmel." (Erster Satz)
Sally lebt solange sie denken kann unter der Kuppel, die vor den Hybriden, die tagsüber ihr Unwesen treiben, beschütz. Aber als eines Tages bei einem Unfall ein großer Teil der Kuppel beschädigt wird stürzen sich die Hybriden nur so auf Sally und ihre Familie. Erst als eine Flugmaschine, die es doch gar nicht mehr geben sollte und die zudem alle Hybriden vertreibt, auftaucht werden sie von ein paar Seemannsleuten gerettet.
Nie hätte sich die 14-jährige Sally erträumen lassen, dass man auch tagsüber außerhalb der Kuppel überleben kann. Und so geht es auch ihrem Bruder, der sich auf die Flugmaschine schleicht als ihre Gäste wieder aufbrechen. Und da auch die Lords die Flugmaschine um jeden Preis haben wollen, liegt es nun an Sally ihren Bruder zu retten und wieder nach Hause zu bringen. Aber was sie auf ihrem kleinen Abenteuer entdeckt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

First Impression

Käfig.

Meinung

Obwohl ich auf den ersten Seiten das Gefühl bekommen habe gut mit dem Schreibstil zurechtzukommen, gab es ab und an dennoch Sätze, die mich ins Stolpern gebracht haben. Das lag aber vor allem an der ungewöhnlichen Perspektive für ein Jugendbuch, die mich immer wieder aus der Bahn warf. Denn das Buch wird leider nicht aus Sally's Sicht erzählt, sondern von einem Allwissenden Erzähler, der mir des Öfteren das Gefühl gab, dass Sally in der dritten Person über sich selbst redet. Und es hat tatsächlich eine Weile gedauert, bis ich mich an diese Perspektive gewöhnt habe.

Diese Erzählweise bringt aber noch andere Komplikationen mit sich. Denn meiner Meinung nach sind in Jugendbüchern oft die Gefühle sehr entscheidend, aber dadurch, dass hier nicht Sally die Geschichte erzählt ist es nur schwer die Gefühle der Protagonistin nachzuvollziehen.
Aber nun zu der Protagonistin selbst, die zu Beginn des Buches ihren vierzehnten Geburtstag feiert. Aber für ihr Alter ist ihre Entwicklung phänomenal, denn sie beweist wohl zum ersten Mal in ihrem Leben Mut, Intelligenz und Offenheit gegenüber ihrer neuen Situation. Und schon bald erscheint sie überhaupt nicht mehr wie 14, denn ist sie drauf und dran ihren Bruder und auch noch einiges mehr zu retten.
Leider erscheinen mir jedoch die anderen Charaktere sehr blass, da viele von ihnen nur kurz angeschnitten werden und so einige Grundzüge erhalten.
Jedoch war der Plot umso mehr herausgearbeitet, zumindest was die Idee betrifft. Denn auch wenn sich das Buch zu Beginn etwas gezogen hat und man auch eine ganze Weile warten muss, bis richtig Action in die Sache kommt, lohnt sich das durchhalten in jedem Fall, denn die Idee hinter dem Buch ist so faszinierend, einzigartig und vollkommen unerwartet. Um hinter dieses Ende und die Idee zu kommen müsste man wirklich, wirklich aufmerksam sein und jedes Detail genau betrachten.
Und obwohl es mehrere Momente gab, in denen ich einiges mehr erwartet hatte, hat dieses Ende so gut wie alles wieder gut gemacht und meinem Blick auf das Buch vollkommen verändert.

Fazit

Trotz einiger Schwächen was die Perspektive oder die Charaktere betrifft, lohnt sich das Lesen dieses Buches für Fans von Science Fiction. Denn der Plot, der zunächst schwerfällig erscheint entwickelt sich in eine Richtung, die ich nie erwartet hätte und das Ende ist grandios und überraschend, dass es das Buch in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. 

1 Kommentar:

  1. Huhu =)
    Das Buch subt bei mir auch noch und das mit dem Ende habe ich jetzt schon sooo oft gelesen, dass ich mich total drauf freue. Ich liebe es, wenn ein Buch genial und überraschend abgeschlossen wird.
    Liebe Grüße
    Katie

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